Arbeitswelt aufgemischt – Tiroler Tageszeitung

Die klassischen Branchen in der heimischen Wirtschaft, allen voran die für Österreich so wichtige Hotellerie und Transportindustrie, werden von der neuen „Plattformökonomie“ regelrecht auf dem falschen Fuß erwischt.
Privaten Anbietern wird es beispielsweise ganz leicht gemacht, ihre Zimmer steuerschonend zu vermieten. Kein Wunder, dass umgekehrt auch die Nachfrage nach günstigen Dienstleistungen im „Graubereich“ der Sharing Economy sprunghaft zugenommen hat.

Mehr Österreicher, als man glauben könnte, arbeiten neben ihrer regulären Tätigkeit auch für Plattformen in der so genannten Sharing Economy, wo ihre Arbeitsleistung einfach vermittelt wird. Es bieten sich schließlich viele Möglichkeiten, hier aktiv zu werden.Insbesondere in Ländern, in denen die Steuern auf Arbeit zu hoch und die Sozial- und Transferleistungen sehr ausgeprägt sind, wird das Arbeiten im „Freelancer-Modus“ zu einer attraktiven Variante und einem angestrebten Modell. Erstmals kommt es dabei auch in der Wissensgesellschaft (Programmierer, Grafiker, Texter, Berater etc.) zu einer – salopp gesagt – Pfuscher-Mentalität.

Aber auch die „Nachbarschaftshilfe“ wird neu ausgerichtet. Insbesondere Staaten wie Österreich werden diese Entwicklungen zu spüren bekommen, da bekanntlich zwei Drittel der Staatseinnahmen vom Faktor Arbeit stammen.

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