„Große“ benachteiligt

„Große“ benachteiligt – Kritik an geänderter Tiroler Tourismusförderung

(dgh) Die „Prodinger Beratungsgruppe“ (Wirtschaftsberatung) kritisiert in puncto Tiroler Tourismusförderung: „Qualtätsverbesserungen kommen unter die Räder.“ In Gemeinden mit mehr als 500 000 Nächtigungen pro Jahr würden Vorhaben mit den Schwerpunkten Qualitätsverbesserungen in Hotellerie und Gastronomie und touristische Infrastruktureinrichtungen nicht gefördert. „Dies bedeutet, dass keine der nächtigungsstarken Tiroler Tourismusgemeinden in den Genuss dieser beiden Förderungen kommt“, kritisiert Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der Prodinger Beratungsgruppe.

Bei der Schaffung zusätzlicher Gästebetten und von Neubauten in tourismusintensiven Orten sei eine Einschränkung der Förderung nachvollziehbar, nicht aber bei bestehenden Betrieben, wo dies ausschließlich der Qualitätsverbesserung diene. Im Bezirk, so die „Prodinger“-Aufstellung, seien Ischgl, St. Anton, Serfaus, Fiss, Nauders und Kappl betroffen. HR Werner Draschl, Leiter der Wirtschaftsförderung im Landhaus, ist etwas überrascht: In der mit 26. Juni neu eingerichteten Tiroler Tourismusförderung sei keine Nächtigungs-Grenze hinzugekommen – sie sei nämlich nur übernommen worden, hat also bereits längere Zeit bestanden. Hintergrund ist: Fördermittel insbesonders Betrieben, die sich nicht in Tourismuszentren befinden, zur Verfügung zu stellen. Die Obergrenze von 500 000 Nächtigungen sei aber jedenfalls „nix Neues“.

Artikel auf Rundschau Ausgabe Landeck

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